Dickstinction ist im Februar 2020 als Prototyp im Rahmen des Berlin Legal Tech Hackathon 2020 entstanden. Dabei kommen Jurist*innen, Legal Engineers und Entwickler*innen zusammen, und versuchen innerhalb kurzer Zeit, juristische Probleme mit Hilfe digitaler Tools innovativ zu lösen. Am Ende werden die entstandenen Ideen und Prototypen präsentiert und prämiert. Für die Entwicklung von Dickstinction wurde auf dem Hackathon auf den Code des Abmahnbeantworters des Chaos Computer Clubs (CCC) zurückgegriffen.
Dickstinction hilft Nutzer*innen, die auf Social Media ungewollte Dickpics, also Penisbilder, erhalten, schnell und unkompliziert Strafanzeige zu erstatten. Dadurch können sich Betroffene aktiv und kostenlos wehren, anstatt die Bilder einfach zu löschen oder die*den Sender*in lediglich an die Plattform zu melden. Wir wollen damit eine konsequente Strafverfolgung fördern und Täter*innen abschrecken.
Begleitet wird die Erstellung einer Strafanzeige durch einfache Erklärungen und ein FAQ, welche die Nutzer*innen über die mit einer Strafanzeige verbundenen Risiken und Prozesse informieren. Dickstinction ist auch auf Instagram und Twitter präsent, wo Betroffene weitere Informationen erhalten, ihre Erfahrungen teilen und sich bei Fragen an uns wenden können.
Nachdem das Hackathon-Team die Betreuung der Webseite und der Social Media Accounts bis September 2022 in der Freizeit übernommen hat, hat es das Projekt HateAid übergeben. HateAid ist eine gemeinnützige Organisation gegen Hass im Netz und für Betroffene digitaler Gewalt. Auch nach der Projektübernahme gilt weiterhin: Dickstinction verfolgt kein kommerzielles Interesse, sondern will Nutzer*innen die Durchsetzung ihrer Rechte erleichtern. Sie sollen sich gegen die sexuelle Belästigung durch Dickpics möglichst ohne großen Aufwand wehren können.
Seit es Dickstinction gibt, teilen viele Nutzer*innen ihre Erfahrungen mit ungewollten Dickpics mit uns auf Instagram und Twitter. Wir sind dankbar dafür, dass so viele User*innen hinter uns stehen. Das kannst du dafür tun, dass dieses Projekt weiterhin erfolgreich bleibt:
Wir hoffen, dass ungewollte Dickpics von einer „Privatsache” im kollektiven Bewusstsein zu dem werden, was sie nach deutschem Recht sind: Eine Straftat, die zur Anzeige gebracht werden kann!
Durch deine Rückmeldung auf Instagram und Twitter erfahren wir, wie die Behörden mit den zugesendeten Anzeigen umgehen und wie schnell sie reagieren. So können wir unser Angebot entsprechend anpassen und weiter verbessern.
Wir hoffen, Täter*innen gemeinsam abschrecken zu können, sodass ungewollte Dickpics irgendwann Geschichte sind. Bis dahin wird das Problem hoffentlich verstärkt thematisiert und allen klar, dass es sich dabei nicht um einen akzeptablen Scherz im Graubereich des Internets handelt.
Mit einer Spende kannst du dafür sorgen, dass Dickstinction und HateAid weiterhin gegen Dickpics und alle Formen digitaler Gewalt vorgehen können. Sowohl mit einer einmaligen Spende als auch mit einem kleinen regelmäßigen Beitrag machst du einen Unterschied.